Wegener singt!
Seit meinem ersten Auftritt in Herne am 27.03.1982 bin ich mit meinen Liedern in ganz Deutschland unterwegs und habe mittlerweile mehrere CDs veröffentlicht.
Inspiriert von Musikern wie Reinhard Mey, Hannes Wader und Klaus Hoffmann bin ich ein Liedermacher der "Alten Schule".
Burkhard Wegener ist ein Ruhrpott-Original, das aber – ohne im Epigonenhaften zu verharren – knietief in den Musizierweisen von Reinhard Mey und Klaus Hoffmann steht. Letzterer hat ja bekanntlich selbst Reinhard Mey bis heute Beträchtliches zu verdanken. Wegener spielt, was durchaus Seltenheitswert hat, eine Nylon-Saiten-Gitarre, was wiederum ein direkter Fingerzeig auf Reinhard Mey ist. Aufgenommen hat er auch dessen gar nicht so einfachen Spielweisen und die farbigen Harmonien, die sich längst nicht in Lagerfeuerakkorden erschöpfen. Als Texter hebt sich Burkhard Wegener mehr als wohltuend von dem ganzen Schwurbel, den Bildern nah an der Stilblüte und dem holpernden Deutsch ab, das im angesagten Deutsch-Pop so geboten wird. Bei Wegener wird gereimt, die Bilder sind schlüssig und die Sprache folgt ganz allgemein einem natürlichen Fluss. Dazu sind seine Geschichten authentisch und bemerkenswerterweise oft vom Fernsehprogramm inspiriert. Freude macht Wegener aber auch mit seinen Goethe- und Theodor-Storm-Vertonungen. Dass der Mann mitdenkt und zum Beispiel das „Heidenröslein“ nicht in der naiv-unschuldigen Volkslied-Romantik der Schubert-Vertonung erstehen lässt, sondern unmissverständlich darauf verweist, dass es in Goethes Text um eine Vergewaltigung geht, ist Burkhard Wegener zu danken…
Nur mit Gitarre und Gesang - so unterhalte ich mein Publikum am liebsten.