Jürgen Reitemeier und Wolfram Tewes

Autorenlesung: Weiberfastnacht

Datum: 09.05.2022

Eine Veranstaltung im Rahmen von lila lettern –literatur aus westfalen des Netzwerks literaturland westfalen, gefördert durch das
"Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.“

Jupp Schulte ist im Ruhestand und hat Mühe, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein
Staatsanwalt wird tot aufgefunden und dessen Kollege Hagen Hinze erhält einen Brief, in dem die gesamte Detmolder Staatsanwaltschaft bedroht wird. Kurz darauf, an Weiberfastnacht, wird auch noch die junge Staatsanwältin Zoé Stahl entführt.
Durch persönliche Verbindungen wird Jupp Schulte in den Fall hinein-gezogen und ihm bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln.
Doch er scheint eingerostet zu sein und zunächst will ihm nichts gelingen. Aber dann kommt ihm Kommissar Zufall zu Hilfe und Schulte läuft wie-
der zur alten Form auf.

Robert C. Marley

Lesung: Inspector Swanson und das Geheimnis der zwei Gräber

Datum: 25.04.2022 

Eine Veranstaltung im Rahmen von lila lettern –literatur aus westfalen des Netzwerks literaturland westfalen, gefördert durch das
"Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.“

London 1895. Im Garten eines Hauses im Londoner Stadtteil South Norwood werden zwei Leichen gefunden. Offenbar wurden die Opfer zunächst erdrosselt und anschließend auf ihrem eigenen Grund und Boden in Särgen bestattet. Wer hatte ein Motiv, das in der Nachbarschaft als sonderlich geltende Geschwisterpaar zu ermorden? Und warum sind sämtliche Schuhe aus dem Haus verschwunden? Die Spuren führen Chief Inspector Swanson und sein Team schließlich zu einem berüchtigten Pub in Colnbrook. Verbirgt sich der Mörder womöglich hier unter den zahlreichen Gästen?

Humor und Mord - wie passt das zusammen?
Nun, sprechen wir über Gerald Hagemann.
Sie kennen ihn nicht? Das ist Ihnen kaum zu glauben. Da Sie nicht lügen - und das nehme ich mal an, dann müssen Sie Robert C. Marley kennenlernen, sonst haben Sie etwas verpasst.
Die  Frankfurter Allgemeine Zeitung  nannte ihn einen Autor mit ausgesprochen makabrem Sinn für Humor.
Und er: „Selbst die finsterste Tat hat ihre komischen Momente.“
Ach, Sie kennen ihn doch! 
Natürlich, denn Marley - das Pseudonym von Hagemann -  ist nicht nur Autor von Krimis, sondern betreibt ein Kriminalmuseum, ist Mitglied des Magischen Zirkels und kann zaubern. Kenntnisse in seinem Beruf des Goldschmieds, hat er in einem seiner Bücher angewandt.
 Am 25. April 2022 fand im Foyer des Kurgasthauses in Bad Meinberg eine Lesung mit Robert C. Marley statt und er verriet, dass  sein Held, Chiefinspector Donald Swanson, tatsächlich gelebt hat. Marley hat freundschaftliche Verbindungen zu Swansons Nachfahren. Das zu wissen, macht die gesamte Swanson Reihe noch interessanter, als es Marley sowieso gelingt. 
Inspector Swanson  und das Geheimnis der zwei Gräber ist der achte Fall und man ist der Reihe nicht überdrüssig, wie bei einigen anderen Autoren, die Fortsetzungsromane schreiben.
Das liegt daran, dass Robert C. Marley ein exzellenter Kenner des Viktorianischen Zeitalters, bzw. der Kriminalfälle dieser Zeit ist.
Zwei Gräber bergen die Leichen eines älteren Geschwisterpaares, vergraben sogar im eigenen Garten der Opfer. Ob Swanson einen Versicherungsbetrug wittert oder ob die Spur zum Mörder in eine andere Richtung führt, muss der Leser selbst herausfinden.
Ingo Ostheide, Vorsitzender des Vereins KulturBad Meinberg leitete den Abend ein, der von lila lettern  literatur aus westfalen  aufgezeichnet wurde. 
Der bekannte Autor Joachim Peters moderierte den Abend und befragte Robert C. Marley,wie sein Interesse an dieser Zeit und diesem Thema geweckt wurde. Schon als Jugendlicher sah er Stadtteile Londons durch eine imaginäre Zeitbrille. 
Recherche braucht und Fantasie hat Robert C. Marley, um Inspector Swanson - wir erinnern uns, dass es ihn tatsächlich gab - eines Tages das Geheimnis wer Jack the Ripper war aufdecken zu können.
Die Lesung wurde gekonnt begleitet von der vielseitigen Musikerin Shankari Susanne Hill.
Die Passage in welcher von Constable Evans die Rede ist, begleitete Susanne Hill besonders ideenreich. 
                                                                   Sabine Penckwitt für KulturBad Meinberg e.V.

 

Link zum Nachhören: https://youtu.be/-ufAYsHzKXc

Joachim Peters

Fluchtpunkt Norderney

Datum: 04.04.2022

Joachim Peters in Aktion

In seinem neuen Kriminalroman entführt Joachim H. Peters seine Leser auf die Insel Norderney, die in Pandemiezeiten von der Außenwelt abgeschnitten ist. Ein schwerer Sturm macht sie auch für Kripobeamte unerreichbar, als sich dort eine Serie von Morden unter den letzten verbliebenen Urlaubern ereignet -  allesamt Sammler von wertvollen Antiquitäten, die auf die Insel gekommen sind, um einen sensationellen Kunstschatz zu erwerben. Zwei ehemalige Kommissare versuchen gemeinsam, den Mörder zu stoppen.
Eine spannende Geschichte, die Liebhaber von Antiquitäten genauso das Fürchten lehrt, wie passionierte Norderney-Urlauber. 

Am Montag dem 04.04.2022 hatte ich das große Glück und Vergnügen an der Autorenlesung im KulturBad Meinberg mit Joachim H. Peters teilzunehmen. Herr Peters las aus seinem zuletzt erschienen Buch „Fluchtpunkt Nordeney“ vor. Es thematisiert eine Mordserie auf der Insel Norderney, die wegen der Pandemie von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Ermittelnden sind zwei ehemalige Hauptkommissare, die sich dort kennenlernen und nun versuchen die Verbrechen, die sich unter den letzt verbliebenen Urlaubern ereignen, aufzuklären. Alle Tote eint eine Sache: die Liebe zu wertvollen Antiquitäten und der Wunsch einen sensationellen Kunstschatz zu erwerben. Mit seiner Geschichte macht er große Lust auf Norderney und verschafft so auch in Pandemiezeiten ein Hauch von Urlaub.
Wer jetzt bei Peters eine normale Lesung erwartet, liegt weit daneben. Gott sei Dank. Er gehört zu den wenigen Autor*innen, die wissen, wie man das Publikum bei Laune hält und in den Bann zieht. Durch kurze, lustige Einlagen, wie Werbejingle aus alten Zeiten, seinen, wirklich teilweise sehr schwarzen, Humor und ganz besonders durch sein schauspielerisches Talent und seine Art des Vortragens. Gekonnt haucht er seinen Figuren, durch verschiedenen Dialekte und durch unterschiedliche Färbungen seiner Stimme, Leben ein. Mir persönlich hat ganz besonders sein norddeutscher Akzent mit dem steifen „st“ gefallen. Er erzählte mir, dass er dieses bei befreundeten Schauspieler*innen erlernte und damit hebt er sich von einer breiten Masse von Autor*innen ab. Eine besonders persönliche Note bekam das Buch, durch eine Figur in der Vorgeschichte, die den Namen seines Vaters trägt und ihn somit, mittels seines Buches, verewigt.
Dieser Abend war deshalb fast ein wenig zu kurz , denn alle hätten ihm mit Sicherheit noch gerne weiter gelauscht.
Birgit Hallam (KulturBad Meinberg e.V.)

Moses Wolff

Lesung: Dialoge, Satiren, Kolumnen

Datum: 14.03.2022

Der Münchner Schriftsteller, Kabarettist und Musiker Moses Wolff liest im Foyer des Badehauses eine Auswahl seiner schönsten Dialoge und Satiren. Hierbei schlüpft er in unterschiedliche Rollen und spricht mit vielen verschiedenen Stimmen. Freuen Sie sich auf einen vergnüglichen Abend voller Übermut, Spaß und bester Unterhaltung!

Das Foto wurde freundlicherweise von Fotocredit: Mena Zoo zur Verfügung gestellt.

Der Müncher Kabarettist Moses Wolff macht auf dem Weg nach Frankfurt Station im KulturBad Meinberg- wir bekommen einen Damenschwips von der Badehaus - Limo( mit Badewasser) lernen etwas über Hirschhornsalz,Donald Ducks - Nummernschild,Punkrock in Bangkok,nonverbal schwingende Zipfel und sammeln Kräfte für kommende Abenteuer- herrliche Dialoge in verschiedenen Sprachmelodien- und die Überprüfung, ob der Schwimmer die drei Baderegeln beherrscht, liegt in der Verantwortung des Bademeisters!Die Feststellung des Kabarettisten, das dies ein modernes Schwimmbad sei,weil es nicht nach Chlor riecht ,wird aus dem Publikum kommentiert: wir sind hier in Lippe,da wird gespart! Heute wurde nicht an Humor gespart,und natürlich haben wir uns gefragt, ob man sich in Zeiten des Krieges so amüsieren darf? Unser Fazit: man muss! Positiv bleiben, lachen, sich an der Kultur erfreuen!

Thomas Breuer

Lesung: Der letzte Prozess

Datum: 14.02.2022

Eine Veranstaltung im Rahmen von lila lettern –literatur aus westfalen des Netzwerks literaturland westfalen, gefördert durch das
"Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.“

1933: Heinrich Himmler sucht in Ostwestfalen, dem „Kernland der Germanen“, nach einer Burg für eine SS-Führerschule. Im Kreis Büren stößt er auf die Wewelsburg und pachtet das verfallene Bauwerk für 1 Reichsmark im Jahr. Dafür verpflichtet sich die SS, die Burg wieder instand zu setzen. Himmler gründet zu diesem Zweck in direktem Umfeld des Dorfes das Konzentrationslager Niederhagen, in dem zwischen 1939 und 1945 insgesamt 1285 Häftlinge im Rahmen des Programms „Vernichtung durch Arbeit“ umgebracht werden. Bei Geheimtreffen werden in der „SS-Führerschule Haus Wewelsburg“ der Russlandfeldzug vorbereitet und Pläne zum Ausbau Wewelsburgs zum Mittelpunkt der Welt entwickelt.

2016: Während in Detmold der wahrscheinlich letzte Prozess gegen einen Auschwitz-Wachmann verhandelt wird, drängen in ganz Europa rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in die Parlamente und Regierungen. Auch in Deutschland bereiten sich junge Menschen in der Identitären Bewegung auf ihre zukünftigen Führungsaufgaben vor. Gleichzeitig verschwinden aus einer Seniorenresidenz in Büren nach und nach die Bewohner. Ihre Leichen werden Tage später im Umfeld der Wewelsburg und in ihren Kulträumen bestialisch zugerichtet aufgefunden, gezeichnet von Symbolen und Runen der SS.

In diesem hochbrisanten politischen Umfeld ermitteln Kriminalhauptkommissar Stefan Lenz und der Journalist Fabian Heller. Schon bald vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Autor ist 1962 in Hamm / Westfalen geboren. Nach dem Abitur Studium (Germanistik, Sozialwissenschaften, Pädagogik) in Münster. Er unterrichtet seit 1993 als Lehrer die Fächer Deutsch, Sozialwissenschaften und Zeit-geschichte an einem Gymnasium im Kreis Paderborn. Er lebt seit 1994 mit seiner Familie in Büren, Kreis Paderborn und schreibt seit 2010 Kriminal-romane und kriminelle Kurzgeschichten.

Es war eine bewegende und aufrüttelnde Veranstaltung, die man gerne nochmal anschauen/-hören kann: Link

Esther Kurze und Peter Scholle, eine musikalische Lesung

Datum: 17.01.2022

Esther Kurze, Musiker und Malerin und manchmal liest sie auch. Dieses Mal las sie Ihre Lieblingstexte über Musik, Rock´n´Roll und dieses besondere Lebensgefühl...als Sängerin ist sie emotional, jazzig, bluesig und immer auch mit einer guten Portion Rock’n’Roll-Feeling bei der Sache.

Peter Scholle – Musiker, Lyriker und Freigeist. Er schreibt seit vielen Jahren eigene Texte, er ist Beobachter und verpackt ernste und aktuelle Themen in Lyrik, vereint darin Tiefgründigkeit und Humor. Außerdem ist er Gitarrist und Songwriter.

An diesem Abend lasen und musizierten die Beiden gemeinsam, die Mischung Scholle-Kurze war überraschend und unterhaltsam.

Der tolle Abend endete in einer einmalig mitreißenden Session von den Beiden und vier befreundeten Musikern. Alle Zuhörer waren begeistert! 

Sascha Gutzeit

Datum: 22.11.2021

Foto: Christoph Müller

Neue Fälle – neues Glück. Mit einem Stapel geheimer Kriminalakten und seinen mörderischen Songs im Gepäck präsentiert SASCHA GUTZEIT sein nagelneues Bühnenprogramm und sorgt mit der »Kommissar-Engelmann-Leseshow«
für Nervenkitzel und Nostalgie.

Inspiriert von den Fernsehabenden bei seinen Großeltern, bei denen er als Knirps bis zum Sendeschluss die Spätfilme gucken durfte, nimmt der Schauspieler, Autor, Musiker und Komödiant das Publikum mit auf eine amüsante Reise in die Zeit, als die Telefone Wählscheiben haben und die Prilblumen an den Kacheln blühen.

Für die »Kommissar-Engelmann-Leseshow« schlüpft das Multitalent wieder in seine Paraderolle und zaubert in einer sensationellen Mischung aus Theaterlesung, Konzert und Live-Hörspiel den Charme alter Krimis auf die Bühne. Mit stimmgewaltigem Körpereinsatz LIEST und SPIELT Sascha Gutzeit aus den Polizeiakten seines 1970er-Jahre-Kommissars und SINGT vor, während und nach den Ermittlungen seine kriminellen Ohrwürmer!

Sascha Gutzeit serviert einen Cocktail aus Wortwitz, Musik und Situationskomik. Er telefoniert mit sich selber, stellt halsbrecherische Polizeieinsätze nach, hantiert mit gefährlichen Requisiten und schreitet als sein eigener Geräuschemacher zur Tat.

Freuen Sie sich auf ein Krimi-Event, so heimelig wie ein TV-Abend in Omas und Opas Wohnzimmer, bei dem trotz dramatischer Ermittlungen die Lachmuskeln strapaziert werden. Bis zum Sendeschluss.

Jörg Brüggensmeier

Datum: 10.11.2021

Musik zu hören ist sehr schön, aber sich selbst in ihr auszudrücken etwas ganz wunderbares!

Jörg ist ein Gitarrist aus Detmold und lernte erst mit Anfang 30 die Techniken auf der Gitarre zu schätzen. Über Country, Folk und Blues fand er schnell seine Freude am Fingerstyle.

Großen Einfluss hatten auf ihn dabei Tommy Emmanuel und Adam Rafferty. Mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus Folk- und Popmusik von den Beatles über Sting und Eric Clapton unterhält er sein Publikum. Dabei begeistert er mit musikalischer Vielfalt, seinem klangvollen Gitarrenspiel und Gesang schnell alle Zuhörer.

Begleitet wurde Jörg von Rüdiger Grob am Baß. Ein Zusammenspiel, dass allen Besuchern sehr viel Freude bereitete.

Maren Graf: Kriminelle Kurzgeschichten

Autorenlesung

Datum: 08.11.2021

Eine Beerdigung, auf der nicht alle Anwesenden den Toten zu betrauern scheinen. Das Verschwinden eines alten Klassenkameraden im Watt. Und ein „Mordsgewinn“. Mal düster, mal tiefgründig, mal humorvoll - mit ihren Geschichten entführt Maren Graf in die kleinen Welten am Abgrund der Normalität. Für einen richtig guten Mord braucht sie dabei weder skrupellose Serienkiller noch brutale Waffen. In den meisten Fällen reicht auch ein kleiner Tisch oder ein gut platziertes Wort.

Maren Graf wurde in Schleswig geboren und verbrachte ihre Kindheit an der Ostsee rund um Kiel. Seit 2011 unterrichtet sie Deutsch und Philosophie an einem Gymnasium und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Paderborn. Neben ihrer Lehrtätigkeit schreibt sie Kurzgeschichten, Krimis und Kinderbücher. Ihr Debütroman „Todschreiber“ erschien 2016 im Gmeiner Verlag. 2018 folgte die KrimiAnthologie „Padermorde“.

Anne Bentkamp: Der Graf

Autorenlesung

Durch die Dornen war fast kein Durchkommen. Der Ärmel des Grafen riss auf, der Arm blutete … Über der Stadt war ein heller Schein von brennenden Häusern zu sehen. Das Geschrei und Gegröle der wilden Söldnermeute war weit über das Tal zu hören. „Und die Burg, werden sie auch die Burg anzünden?“, fragte der Knappe leise.

In der Soester Fehde 1447 entkommt der junge Graf Bernhard nur mit Mühe aus seiner eigenen Burg. Bernhards Großonkel, der Erzbischof von Köln, ist Herr des Söldnerheeres und wird sein ärgster Feind. Zwei Frauen begleiten ihn auf seinem Lebensweg, seine fromme Ehefrau Anna von Schaumburg und seine große Liebe Katharina.

In diesem biografisch orientierten Roman wird das Leben des Edlen Herrn Bernhard VII. zur Lippe als einer der letzten Ritter an der Schwelle zur Neuzeit in spannenden Episoden beschrieben.

Michael van Merwyk

Datum: 13.10.2021

Foto: Jürgen Hornung

Ein Songster ist sowas wie ein Vorgänger des Bluesman, mit einem wichtigen Unterschied: er spielt nicht nur den Blues, sondern alles, was er will - und genau das tut Michael van Merwyk seit er mit 15 Jahren zur Gitarre griff. Genregrenzen spielen keine Rolle. Songs & Stories über das Auf und Ab im Leben, Kaffee, leckeres Essen, Liebe gemischt mit Songs von David Bowie, Judas Priest, Depeche Mode, traditionelle Folk-Songs aus vergangenen Jahrhunderten: MvM übersetzt alles lässig aus dem Handgelenk in seinen eigenen musikalischen Dialekt.

Am 13.10.2021 präsentierte Michael van Merwyck schon 2 Tage vor der offiziellen Vorstellung seine mittlerweile 13. CD "Blue River Rising"  bei KulturBad Meinberg e.V. . Der sympathische Vollblutmusiker haute an diesem Abend einige seiner neuesten Kompositionen, sowie tolle Cover-Versionen raus und begeisterte damit das Publikum. Als Autodidakt lebt er den Blues und das spürten die Zuhörer. Ein toller Typ der mit seinem Slide-Gitarrenspiel und seiner eindrucksvollen Stimme dem Publikum einen ganz besonderen Abend bescherte... (Jürgen Hornung)

Sabine Penckwitt In den Fängen des Lebens

Datum: 11.10.2021

Jede der Geschichten endet auf unerwartete Weise. Sie glauben das Ende zu erahnen, doch dann kommt es anders, als gedacht.

Es ist zu lesen, wie eine Ehe nach jahrzehntelanger, engstirniger Langeweile endet. Die Geschichte einer letzten Liebe oder die Erzählung eines 70 Jahre zurückliegenden Raubes. Ein Hirnforscher verirrt sich in seinen Erkenntnissen über seine Forschung und stirbt. Ein Mann wird unfreiwillig zum Mörder und ein Schriftsteller verübt Verbrechen, die er dann im Roman schildert.

Es geht um Liebe, Überdruss und Mord. Jeden kann es treffen sich in den Fängen des Lebens zu verstricken.

Bissige, mörderische Kurzkrimis und Kurzgeschichten, von zart bis hart. Niederungen des menschlichen Charakters und engstirnige Pedanterie pflastern den Weg ihrer Nachtlektüre.

Norbert Horst: Bitterer Zorn

Autorenlesung

Autorenlesung Norbert Horst: Bitterer Zorn

Kann man etwas über Norbert Horst erzählen, was nicht schon gesagt wurde? Vor allem mit der Wortwahl trefflich, meisterlich oder außergewöhnlich?

Der gebürtige Westfale schreibt Kriminalromane, die nicht nur der verwöhnte Krimileser, sondern auch der Mann vom Fach lesen möchte.

Da sind keine stümperhaften Abläufe in der Story oder unsinnige, im Polizeialltag nie vorkommende Aktionen zu lesen.

Warum? Weil hier der erfahrene Kriminalkommissar in Wirtschaftskriminalität und im Morddezernat schreibt. Und das macht die Qualität der Kriminalromane von Norbert Horst aus.

Ungewöhnlich, jedoch lebensnah ist seine Schreibweise bezüglich seiner Protagonisten und kritisch zu der oft abwegigen Behördensprache. Insofern…

„Bitterer Zorn“ also, erschienen im Herbst 2019 und ein Roman um Kommissar Adam, genannt Steiger, der zuweilen mürrisch daherkommt. Jedoch in seiner Lockerheit der unkonventionellen Art seiner Umgebung entspricht.

Die Namen zweier jugendlicher Einbrecher, Dimitru und Sorin, deuten unter anderem das Umfeld an, in dem ermittelt wird.

Und ja…

Die Sprache in Horsts Romanen mit abgebrochenen Sätzen und zuweilen als zu sehr dem Jargon gewidmet, wird zuweilen kritisiert, ist jedoch passgenau und authentisch.

Der Autor las am 27. September im Foyer des Badehauses Bad Meinberg im abwechslungsreichen Rahmen der Veranstaltungen vom KulturBad Meinberg e.V.

Interessant waren seine Erläuterungen zum Polizeialltag und was es ausmacht Filme, wie Kriminalliteratur mit anderen Augen zu beurteilen.

Auf seiner Homepage kann man seine zahlreich erschienenen Bücher sehen.

Horst hat mehrere Auszeichnungen für seine Werke erhalten.

 

Sabine Penckwitt für KulturBad Meinberg e.V.

Kathleen Freitag

Lesung: Die Seebadvilla

Datum: 16.08.2022

Wassergymnastik oder Lesung? lautet die Frage am Eingang...Lesung- aber kein Gehirnjogging,sondern entspannt zurücklehnen und bei einer Badehaus - Limo Kathleen Freitag lauschen, die aus der Nähe von Hamburg angereist ist,um ihren Debütroman Seebad Villa vorzustellen .Es ist erst ihre zweite Veranstaltung nach dem Lockdown, sie freut sich,endlich wieder vor Publikum aus ihrem Roman vorlesen zu dürfen- und das kann sie richtig gut! Nach ihrem Studium der Germanistik,Geschichte und Politik war sie auch als Dramaturgin, Drehbuchautorin und Lektorin tätig. Diese Vielseitigkeit,gepaart mit einer tollen Sprachmelodie,machen die Bilder im Kopf der Zuhörer sehr lebendig. Als Kind der DDR ist sie früher oft mit ihrer Oma nach Ahlbeck gereist,dem östlichen Kurort auf Usedom. Hierher entführt uns die sympathische Schriftstellerin in ihrem zeitgeschichtlichen Roman mit Tiefgang, der die Geschichte der DDR mit dem Schicksal dreier Frauen im Jahre 1952 verknüpft - aus wechselnden Perspektiven toll erzählt.


Gerade in Corona Zeiten wird dem Leser wieder bewusst,was für ein kostbares Gut unsere Freiheit ist. Beim Zuhören spürte man das salzige Prickeln auf der Haut und hatte den würzigen Duft der Kiefernadeln in der Nase- ein bisschen Ostseefeeling im Badehaus und ein schöner Abend!


Sabine Deppenmeier

Robert C. Marley

Datum: 19.07.2021

Ein Mord im viktorianischen England und Mantras für Herz und Seele Wie kann das zusammenpassen? Sehr gut, wie man am 19.Juli 2021 im Foyer des Badehauses in Bad Meinberg, hören konnte. Unter der Schirmherrschaft des Vereins KulturBad Meinberg e.V., geleitet von Ingo Ostheide, fand diese „Zweisamkeit“ statt.

Der Schriftsteller Robert C. Marley las aus seinem neuesten Inspektor Swanson Roman „Inspector Swanson und die Bibliothek des Todes“. Gleich vorweg, die Lösung warum Professor Hargraves das Opfer ist und wie Chiefinspector Swanson an diesen Fall herangeht, bleibt natürlich in den Tiefen der Buchseiten verborgen und der geneigte Leser kann den Pfad des Verbrechens nicht gut verlassen, es sei denn der Schlaf übermannt den nächtlichen Krimileser. Das aber wird nicht passieren, wenn er einen R.C.Marley zur Hand genommen hat.

Fantastisch und leidenschaftlich ist auch die Vita Robert C. Marleys. Goldschmiedemeister, Kriminalhistoriker und Autor, drei Berufe die Fantasie erfordern. Doch das allein macht Robert C. Marley nicht aus. Er ist auch Hörbuchsprecher, Dozent für Kreatives Schreiben und beschäftigt sich mit Zauberrequisiten. Dazu kommt von Jugend an eine Leidenschaft zu Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes und Agatha Christies Kriminalromanen, was ihn in den Bann Englands zog. Neu an einer Autorenlesung war, dass kleinere Passagen dem Publikum in Dialogform dargeboten wurden. Eine originelle Form, die außerdem nach verschiedenen Episoden des Romans von Mantraliedern kurzweilig unterbrochen wurde. Das erhöhte die Erwartung, wie wohl das nächste Zwischenstück lauten wird. Gitarre, Geige und Gesang, bot Shankari Susanne Hill den Zuhörern. Sie beherrscht Akkordeon und Ukulele, zwei Instrumente, die heute selten gehört werden können. Klavier und Bratsche spielt die sympathische, aufgeschlossene Künstlerin ebenfalls. So vielseitig wie die Auswahl der Musikinstrumente, so vielseitig sind ihre sonstigen Fähigkeiten. Hier sei erwähnt, dass sie als Kliniksclown auftritt und Seminare in der Erwachsenenbildung mit dem Thema Humor, Resilienz und Achtsamkeit gibt. Von ihrem Humor und ihrer Spielfreude konnte man sich überzeugen.

Ebenfalls überzeugend ist die neue Swanson Geschichte. Robert C. Marley ist ein Profi, was man, nicht nur, an seiner Vortragsart erkennt. Humorig, dem Publikum zugewandt, erzählte er, einige private Ereignisse. Ereignisse? Ja, doch so kann man sagen. Denn wer kann schon erleben, einen Urenkel seines Romanhelden zu treffen und durch diese Begegnung die Erlaubnis zu bekommen in den Annalen der Swansonschen Familie lesen und forschen zu dürfen. Chiefinspector Donald Swanson lebte tatsächlich im Viktorianischen England.
Unterhaltsam erzählte Marley von dieser Begegnung und davon, wie bis heute sein sehnlichster Wunsch einmal in die Bodleian Library Bibliothek in Oxford zu gehen, unerfüllt blieb. Der Erfinder des unheimlichen Dorian Gray, Oskar Wilde kommt zu Wort und so verknüpft Robert C. Marley erfundene und damals lebende Personen gekonnt miteinander. Der Mord in dieser altehrwürdigen Bibliothek, verübt mit einer bronzenen Figur des indischen Gottes Ganesha, stellt wieder die Verbindung zwischen der Viktorianischen Epoche und den
Mantragesängen her.

Ein gelungener kurzweiliger Abend.

Sabine Penckwitt für KulturBad Meinberg 

Talis Ambiton

Die Welt zu Gast im Badehaus Bad Meinberg – live am 28. Juli 2021

Der neu gegründete Verein KulturBad Meinberg hat wieder zu einem berauschenden Abend ins Badehaus geladen: zu einem Irish Folk Abend mit Talis Ambiton. Die bunte Truppe junger Musiker war sehr froh, endlich wieder in voller Besetzung vor Publikum aufzutreten und auch das Publikum hat das Livekonzert in vollen Zügen genossen. Ohne lange Vorrede ging es gleich los und ein tolles Lied folgte dem anderen. Auch wenn der Abend mit Irisher Musik angekündigt wurde, war das Programm sehr vielfältig, von der Spanish Lady über Waltzing Matilda. Mal ging es laut und schnell zu, mal leise und eindringlich. Auf Englisch oder auch Gälisch – das wurde zumindest behauptet! Die Liederauswahl war sehr unterschiedlich – von Klassikern zum Mitschunkeln und Mitsingen wie Drunken Sailor oder Whiskey in the Jar neben vielen eigenen Kreationen. „Erfrischend wie ein Guiness“ sagte die Besucherin Sandra über die Performance. Nicht nur bei den eigenen Liedern zeigten die Musiker viel Kreativität denn auch die Auswahl der Instrumente war beeindruckend. Die Frontfrau Sonja spielte neben Akkordeon auch Gitarre und Geige. Dabei wurde sie einem anderen Gründungsmitglied Anke mit der Flöte und Cello toll ergänzt. Besonders die Flöte unterstrich den Irishen Charakter sehr! Wegen eines Krankheitsfalls war das ursprüngliche Trio nicht komplett, aber Yoshi, der ehemalige Gitarrist unterstützte die Gruppe kompetent bei neuen und alten Stücken. Das 2014 gegründete Trio hat sich seitdem immer weiter entwickelt, sei es durch Zuwachs, wie Marvin, der Percussion Spezialist, Nico mit seiner tollen Stimme oder Jesco der Mann am Bass. Durch die Corona Pandemi kam es zu einer unfreiwilligen Auszeit , führte aber neben neuen Lieder, neuen Instrumenten auch zu weiteren Projekten einzelner Musiker.

Alles in allem ein gelungener Abend! Nett organisiert vom KulturBad Meinberg e.V. und toll begleitet vom Team des Badehauses.

Text und Foto Miriam Schäfer